Die Göttin Abnoba

Bei der Altstädterkirche in Pforzheim
Bei der Altstädterkirche in Pforzheim

Grundsätzlich gehört Abnoba zu den Muttergöttinen. Sie personifiziert den Schwarzwald und kümmert sich um das Gedeihen des Pflanzen- und Tierlebens. Wild und Jäger unterstehen ihrem Schutz. Sie scheint auch an den Quellen verehrt worden zu sein: An der Brigachquelle bei St. Georgen kam ein Stein zum Vorschien, auf dem sie mit einem Hasen als Attribut abgebildet ist; in den Thermen von Badenweiler entdeckte man im 18. Jh. einen Weihealtar mit der Inschrift "Dianae Abnobae".

 

 

Keltische Mondfeste

Samhain

Rübengeist
Rübengeist

Das keltische Jahr begann am 1. Novenber mit dem Samhain. Dieser Tag markierte den Beginn des Winters. Am 31. Oktober, dem Vorabend des Samhain, glaubten die Kelten, die Grenze zur "Anderswelt" sei durchlässiger und die Seelen der im Jahr Verstorbenen würden dorthin wandern. Diese Fest ist der Ursprung von Halloween

Imbolc

Das zweite Fest war Imbolc, es wurde am 1. Februar gefeiert. Heute wird es in der Kirche als Maria Lichtmess begangen. Dieses Fest bezeichnete den Frühlingsanfang, weil Schafe und Kühe kurz vor der Geburt ihrer Lämmer und Kälber Milch zu produzieren begannen. Das Fest wurde zu Ehren der Brigid, der Muttergöttin, begangen.

Beltane

Das dritte Jahresfest im keltischen Jahr war eine Fest der Liebe und Fruchtbarkeit. Gefeiert wurde am 1. Mai der Beginn des Sommers. Der Name bedeutet die Feuer des Beel. Beel oder Belenos war ein Sonnengott. Auch Cernunnos wird mit Beltane in Zusammenhang gebracht, weil sich bei diesem Fest der männliche Vegitationsgott mit der Muttergöttin verbindet. Große Holzstapel wurden aufgeschichtet und angezündet - nicht nur zum Feiern, sondern auch, um das Vieh hindurch zu treiben und damit vor Krankheiten zu schützen.

Lughnasad

Das vierte Fest Lughnasad kommt vom keltischen Gott Lugh. Es wurde am 1. August gefeiert und bezeichnet den Beginn der Ernte. Das Fest hat sich als Kräuterweihe in der Kirche gehalten. Die Kräuter hatten zu diesem Zeitpunkt die beste Heilkraft.

Quellenhinweis

der Text - Mondkalender - stammt aus dem Buch Wilde Stämme von Sybille Günther Ökotopia Verlag